Wahlkreis

11.03.2019, 10:00 Uhr
Berufsausbildung mit Abitur (wieder) einführen

Eckhard Gnodtke, Mitglied des Bundestages, hat 2018 Vorgespräche mit Verantwortlichen der IHK und der Handwerkskammer Magdeburg geführt und freut sich darüber, dass Vertreter von IHK und HWK Magdeburg ebenso wie Kreishandwerksmeister Norbert Nieder beim Gespräch mit Bildungsminister Marco Tullner zur (Wieder-)Einführung der Berufsausbildung mit Abitur dabei waren.


v.l.: Romy Meseberg, Stellv. Geschäftsführerin der HWK Magdeburg, Bildungsminister Marco Tullner, Stefanie Klemmt, Geschãftsführerin Berufsbildung bei der IHK Magdeburg, Norbert Nieder, Kreishandwerksmeister der KH Altmark, Eckhard Gnodtke, MdB.

„Bildungsminister Marco Tullner zeigte sich sehr offen für unser gemeinsames Anliegen, die ‚Berufsausbildung mit Abitur‘ (wieder) einzuführen“, teilt Eckhard Gnodtke, Mitglied des Bundestages, mit. Und ergänzt:

„Das Berufsabitur wird mittlerweile in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin angeboten. In diesen Bundesländern – zuletzt 2018 in Berlin – war immer die Wirtschaft die treibende Kraft dahingehend, diesen (Aus-)Bildungsgang zu starten. Es geht darum, dass Schüler/innen mit Sekundarschulabschluss eine Ausbildung absolvieren und sich gleichzeitig auf das Abitur vorbereiten. In der Regel haben sie nach 3 Jahren Berufsabschluss und Fachabitur und verwenden das vierte Jahr, um auch das Abitur zu erlangen.“

Und Kreishandwerksmeister Norbert Nieder ergänzt: "Noch 2011 war ich skeptisch, weil ich - wie auch ein Teil der Kammern - befürchtete, dass die jungen Leute sich nach der Berufsausbildung mit Abitur sofort einem Studium zuwenden.

Doch mittlerweile ist die Situation so, dass wir junge Menschen vermehrt an Handwerksberufe heranführen müssen, da es akuten Fachkräftemangel gibt. Wer erst einmal eine abgeschlossene Ausbildung hat (ob mit Fachabitur oder Abitur kombiniert ist egal), wird sehr schnell merken, dass es zur Zeit gute Entwicklungs- und Verdienstmöglichkeiten im Handwerk gibt."