Presse

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02.09.2021, 19:37 Uhr
Corona-Soforthilfen: Ende gut - alles gut?
Als das Bundeswirtschaftsministerium im Winter 2020/2021 Förderrichtlinien bezüglich der „Novemberhilfen“ veröffentlichte, erhielt der Bundestagsabgeordnete Eckhard Gnodtke Hilfsanfragen von altmärkischen Unternehmern. Denn die Antragsvoraussetzungen waren nun völlig andere, als noch bei den Überbrückungshilfen I und II. Auch war man vom Ausgleich der Fixkosten bei den Überbrückungshilfen zu einer Erstattung von 75 % des im Vorjahr erzielten Umsatzes übergegangen.
 
Da inzwischen alle Zuschüsse der Überbrückungshilfe III - die mit der Rückkehr zum Fixkostenausgleich erneut eine fundamentale Änderung beinhaltete - vollständig ausgezahlt wurden, zieht der Abgeordnete eine grundsätzlich positive Bilanz der Hilfen. Allerdings wäre zur Vermeidung von Betrugs-versuchen, die zu schärferen Prüfungen zulasten aller geführt haben, eine Prüfung der Identifikationsnummern von den Unter-nehmen durch das Bundesfinanzministerium möglich gewesen.
 
Gnodtke: „Neben dem Wechsel der Förderungsarten haben insbesondere die langen Bearbeitungszeiten bei den Anträgen für Probleme gesorgt. Des Weiteren stellt sich die Frage, ob es für alle Unternehmen letztendlich von Vorteil war, dass bei der ‚Überbrückungshilfe III‘ zwingend Steuerberater hinzugezogen werden mussten. In einigen Fällen ist die Höhe der hiermit verbunden Kosten weiterhin unklar. Vonseiten der Steuerberater wurde verdeutlicht, dass diese Pflicht zu einer kurzfristigen und sehr hohen Belastung der eigenen Kapazitäten geführt hat. 
 
Fazit: Es war in jedem Falle richtig, dass seitens des Bundestages Mittel in Milliardenhöhe für Soforthilfen zur Verfügung gestellt wurden; leider war die Umsetzung der Auszahlung vielfach zu kompliziert und zu bürokratisch!“